„KrippenSpiele“ in der Zehntscheuer Rottenburg

Unter dem Titel „KrippenSpiele“ zeigt der Kulturverein Zehntscheuer vom 29. November bis 7. Januar 2018 Arbeiten von etwa 30 Künstlerinnen und Künstlern.

Die ältesten Darstellungen der Geburt Christi stammen bereits aus dem 4. Jahrhundert und finden sich in der Ikonografie mit der Krippe im Stall, dem Stern von Bethlehem und den heiligen 3 Königen in immer wiederkehrenden Bildmotiven der Kunstgeschichte bis heute.

Diese Ausstellung belebt den kunstgeschichtlichen Aspekt neu und ermöglicht durch den Titel „KrippenSpiele“ den Teilnehmern bei der Auswahl ihrer künstlerischen Techniken und Darstellungsformen auch szenische Beiträge, Fotos, Performances und Klanginstallationen, neben den klassischen Techniken Zeichnungen, Malerei und Skulptur.

Die Ausstellung präsentiert religiöse, aber auch distanzierte und kritische Haltungen zur Weihnachtsgeschichte.

Teilnehmende Künstler:

Susanne Brändle, Gertrud Buder, Petra Ariane Ehinger, Ralf Ehmann, Hannelore Fehse, Renate Gaisser, CHC Geiselhart, Axel von Criegern, Anina Gröger, Klaus Hack, Thomas Heger, Susanne Höfler, Mandy Kabirschke, EBBA Kaynak, Bernd Mattiebe, Katalin Moldvay, Sigrid Nienstedt, Barbara Oswald, Christa Planck, Thomas Putze, Paul Revellio, Helga Ruf, Wolfgang Sautermeister, Dorothee Schabert, H. P. Schlotter, Herbert Schmidt, Ulrich Schultheiß, Herbert Stehle, Rosemarie Vollmer

Ausblicke – Carola Dewor, Hannelore Fehse, Johanna Jakowlev

Hannelore Fehse, Häuser in Tomerdingen, 2017. Foto: Kulturamt

Mit der Ausstellung „Ausblicke“ mit Arbeiten von Carola Dewor, Hannelore Fehse und Johanna Jakowlev (bis 12.11.2017) zeigt der Kulturverein Zehntscheuer Rottenburg den malerischen Blick von 3 Künstlerinnen auf Landschaft und Architektur. Gemeinsam ist allen Arbeiten die Auseinandersetzung mit Architektur, ohne dabei Menschen abzubilden.

Carola Dewors Arbeiten „Auf der Strecke“ beziehen sich auf eine Dokumentation der Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn.
Sie zeigen Bahnhöfe, Gleisanlagen, Industriebrachen, verlassene Zeugnisse der Industrialisierung, alltägliche Ausschnitte von Eingriffen in Landschaft und Natur, die ihre melancholische Ästhetik erst auf den zweiten Blick entfalten.

Hannelore Fehse, Häuser in Tomerdingen, 2017. Foto: Kulturamt
Hannelore Fehse, Häuser in Tomerdingen, 2017. Foto: Kulturamt

Hannelore Fehse ist fasziniert von der Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb und einer Architektur der Angemessenheit, in der nichts überflüssig ist. Die Arbeiten spiegeln die Lebenshaltung der Menschen und ihrer Konzentration auf das Wesentliche. Konsequent stellt sie die Gebäude in ihren Grundformen dar, verändert ihre Farbigkeit und schafft so abstrahierende, neue Blicke und Darstellungen.

Johanna Jakowlev, Schwindspannung I, 2016. Foto: Kulturamt

Johanna Jakowlevs Gebäude sind Fragmente, Relikte der
Phantasie vielleicht existierender Situationen. Der Mensch als Erbauer ist verschwunden und die Mauern und Wände, in farbig gebrochener Tristesse, wirken wie Bühnenbilder einer vergangenen Welt – Traumkulissen, in denen der Betrachter Ruhe und Konzentration erfährt.

Für alle drei Künstlerinnen gilt, dass sie Orte mit ganz eigener Poesie, Rückbesinnung, Schönheit und Sehnsucht erschaffen.

Öffnungszeiten:

Mi–Fr 15–18 Uhr
Sa/So/Feiertage 13–18 Uhr

Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum

Über die Jahreswende 2017/18 verwandelt sich das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt in ein „Weihnachtsland“. In einer Sonderausstellung wird die Vielfalt an Brauch- und Kunstformen veranschaulicht, die das Weihnachtsfest in Baden-Württemberg und Bayerisch-Schwaben hervorgebracht hat.

Ab 18. November zeigt der Landkreis Rottweil in Verbindung mit der Stadt Sulz am Neckar und dem Bürger- und Kulturverein Schloss Glatt im Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt die Ausstellung „Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum“. Präsentiert werden exemplarische Zeugnisse der Festkultur, die für den schwäbischen Raum von historischer (und aktueller) Bedeutung sind. Die ausgestellten Kunstwerke und Objekte, Druckwerke und Manuskripte stammen großenteils aus Museen, Bibliotheken, Archiven und privaten Sammlungen in Baden-Württemberg und Bayerisch-Schwaben.

Werkstatt Hans Rueland, Anbetung der Könige, 1474, Sammlung Dursch, Dominikanermuseum Rottweil (Foto: HP Kammerer, Rottweil)
Werkstatt Hans Rueland, Anbetung der Könige, 1474, Sammlung Dursch, Dominikanermuseum Rottweil (Foto: HP Kammerer, Rottweil)

Vielfalt der Brauchformen – Vielfalt der Kunstformen

Weihnachten ist im Kulturkreis der römisch-katholischen und der evangelischen Kirchen das populärste Fest im Jahreslauf. Das Weihnachtsfest wandelte sich in der Neuzeit von einem Kirchenfest zu einem vorwiegend privaten und zunehmend profanen Familienfest. Um das Weihnachtsfest rankt sich ein Geflecht von Bräuchen; der Vielfalt der Brauchformen entspricht die Vielfalt der Kunstformen.

DEU, Deutschland,
Photo:©Roland Rasemann

Die kulturgeschichtliche Ausstellung ist in acht Themenbereiche gegliedert. Der Dokumentationsschwerpunkt liegt auf der Weihnachtskrippe als symbolträchtigster Manifestationsform der Festkultur. Die ersten beiden Abteilungen sind den Wurzeln von Krippenbräuchen und Krippenkunst gewidmet: der Verehrung des Jesuskindes und der Darstellung der Weihnachtsgeschichte in der Kirchenkunst. In fünf Abteilungen werden unter verschiedenen Sachaspekten die Entwicklungslinien der Krippenkultur im südwestdeutschen Raum an exemplarischen Beispielen aufgezeigt. In einer weiteren Abteilung wird die bunte Fülle der Weihnachtsbräuche, die sich rund um Weihnachtskrippe und Christbaum entfaltet hat, anhand ausgewählter Beispiele veranschaulicht.

Eröffnung am Samstag, dem 18. November

Die Ausstellung „Weihnachtsbräuche und Weihnachtskunst im schwäbischen Raum“ wird am Samstag, 18. November, um 16 Uhr von Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel eröffnet. Kreisarchivar Bernhard Rüth führt in den Themenbereich der Weihnachtsbräuche und der Weihnachtskunst ein. Die Veranstaltung wird vom Büchele-Quartett mit weihnachtlichen Liedern und Instrumentalstücken aus Oberschwaben umrahmt.

Öffnungszeiten

Die Weihnachtsausstellung, zu der ein Begleitbuch erscheint, ist bis zum 4. Februar jeweils freitags bis sonntags von 14 Uhr bis 17 Uhr zu besichtigen. Am 24. und am 31. Dezember bleibt das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt geschlossen.

Der Räuber Hannikel kehrt 2018 zurück nach Sulz am Neckar

Die Theatergruppe der Narrenzunft Sulz lässt den legendären Räuber Hannikel zurückkehren. Am 20., 21. und 22. Juli 2018 gibt es ein turbulentes Räuberstück auf der Burgruine Albeck.

Räuberhauptmann Hannikel wurde am 17. Juli anno 1787 an einer Linde die Schlinge um den Hals gelegt.

Nach 230 Jahren kehrt „der Räuberhauptmann Hannikel“ nach Sulz zurück. Die Narrenzunft Sulz macht das möglich und zwar an einem ganz besonderen Ort. Es wird hier in Sulz auf der Ruine Albeck, im Palas und im Burggraben, gespielt.

Die Legende vom Regenfluch

Wagnis Freilichttheater? Wagnis Naturtheater? Wetterrisiko? Macht euch keine Sorgen, das Sulzer Kinderfest ist ja bereits vorbei. Zur Erinnerung: Der Volksmund besagt, dass der Räuberhauptmann Hannikel, als ihm droben auf der Schillerhöhe, an jenem 17. Juli anno 1787 an einer Linde die Schlinge um den Hals gelegt wurde, das Sulzer Kinderfest mit einem Fluch belegt hat, nämlich dass es für alle Zeiten verregnet sein soll. In Wahrheit hat Hannikel, als sein letztes Stündlein geschlagen hatte, zwar eher reumütig auf sein Räuberdasein zurück geblickt, so hat es damals der Geistliche festgehalten. Doch die Sache mit dem Regenfluch hielt sich im Volke hartnäckig, zumal seither kaum ein Kinderfest von einem Regenschauer verschont blieb.

Jürgen Hartmann ist ein Theatermensch und seit über 25 Jahren in der Theatergruppe der Narrenzunft „Open Air“ erprobt, bei etlichen Aufführungen hinterm Rathaus. Die Idee dieses Stück zu schreiben, reifte in ihm, als der langjährige Stadtrat und Vorsitzende des Fördervereins Ruine Albeck, Karl-Albert Ziegler, mal erwähnte, dass die Ruine eine ideale Kulisse für ein Theaterstück wäre. Und diese Idee ließ Hartmann nicht mehr los. Lange überlegte und suchte er, welches Stück man da oben spielen könnte. Aber er fand einfach nichts Passendes. Ein paar glückliche Umstände kamen dann zusammen. Zum einen bekam Hartmann das Buch „Schäffer, Räuberfänger“ in die Finger, das die Geschichte des Sulzer Oberamtmanns Jacob Schäffer beschreibt, einem der ersten Kriminalisten, der schildert, wie er im 18. Jahrhundert daranging, der Räuberplage Herr zu werden. Zum anderen besuchte er mehrere Freilicht- und Naturtheater, unter anderem das in Hayingen, wo gerade ein Räuberstück aufgeführt wurde. Das rundete dann die Idee ab, nicht mehr nach einem fertigen Stück zu suchen, sondern selbst eines zu schreiben.

Räuber Hannikel überfällt mit seiner Bande eine Pferdekutsche.
Räuber Hannikel überfällt mit seiner Bande eine Pferdekutsche.

Turbulentes Räuberstück

Es entstand ein turbulentes Räuberstück, mit Moritaten, mit viel schwäbischem und unschwäbischem Geschwätz, mit Höhen und Tiefen, mit Traurigkeit und Witz. Denn „der Räuberhauptmann Hannikel“ ist alles andere als nur ein Lustspiel, wo ihr aus dem Lachen nicht mehr herauskommt. Es ist ein Volksstück aus witzigen, aber auch aus tragischen Passagen. Ihr könnt mit Sicherheit herzhaft lachen, aber es könnte auch das eine oder andere Tränchen fließen. Wie im richtigen Leben halt.

Der erste Akt beginnt im Palas mit einer Szene auf dem Markt, wo alle Schauspieler auf der Bühne sind. Es folgt eine Szene im Pfarrhaus, wo der Fischinger Pfarrer Bürkle mit seiner Haushälterin überfallen wird, und eine weitere Szene in der Grotte, wo die Räuber ihren Überfall feiern. Zum zweiten Akt aber dürft ihr wandern, denn der spielt im Burggraben. Dort gibt es einen spektakulären Überfall auf eine Pferdekutsche, einen grausigen Mord und die Jagd auf die Gaunerbande nimmt ihren Lauf. Im dritten Akt, wieder im Palas, wird’s ein bisschen ernster, denn der schildert die Gefangennahme von Hannikel in der Schweiz, den Prozess und seine Verurteilung. Zwischen den drei Akten gibt es jeweils eine Pause, wo man etwas essen und trinken kann.

ARTpark eröffnet am 16. November in Horb

Vom Schattendasein zum Kunstort

Schon bei Gründung der Stadt Horb entstand als „Alter Friedhof“ ein Park. Der Friedhof wurde 1903 verlegt, der Park wurde Spielplatz und Begegnungsplatz für Kinder.

Der ARTpark liegt zentral – und doch führte der Ort lange ein Schattendasein.
Der ARTpark liegt zentral – und doch führte der Ort lange ein Schattendasein.

Nach dem Bau der Grundschule und des Hospitals geriet der Park in ein Schattendasein. Jetzt wird er als zentraler Ort mit seinem bestehenden Wegesystem und der einzigartigen Hanglage ein Platz für ArtKunst im Freien, ergänzt durch Veranstaltungen: der ARTpark.

Startschuss am 16. November

African Rhythm gastiert mit einer Live Performance .
African Rhythm gastiert mit einer Live Performance .

Die Startveranstaltung beginnt am 16. November um 18:30 Uhr – mit einer Begrüßung und einem „Startschuss“ durch die Partner, Vorstellung der Künstler und Werke sowie Musik und Feuershow.

Näheres unter www.ARTpark-Horb.de

kunstort ELEVEN artspace beendet Saison

Die letzten Künstlerinnen und Künstler, die im Sommer im kunstortELEVENartspace bis zu drei Monaten gelebt und gewirkt haben, sind wieder abgereist.

kunstortELEVENartspace beendet Saison
Die Zeit des direkten Experiments und internationalen Austauschs zwischen Kunst & Börstingen geht für 2017zu Ende.

Ab Mitte Mai 2018 geht es dann wieder los in Börstingen. Die Künstlerinnen und Künstler sagen Ade mit einem Video der Abschlussperformance „Mad Hatters Beer Party“, die im Rahmen des Aktionstag „Rad und Kunst“ stattfand.

Die Teegesellschaft des verrückten Hutmachers aus „Alice im Wunderland“ stand Pate für das Vorhaben.

Sie wurde entwickelt von Margarita Rozenberg (ISR), Helena Hartmann (GER), Baishali Das (IND), Evelyn Wong (CAN) and Joseph Horejs (USA) – und gezeigt am Wahlsonntag, 24. September vor dem „Gasthaus Lamm“ (danke an die Gastgeber Steffi & Ralf Striebel).

Abschlussevent im kunstortELEVENartspace: STROM

STROM – Konzert für Luft- und Daten-Ströme.

Die Besetzung von STROM mit Angelika Sheridan (Flöte/Bassflöte) und Frank Niehusmann (Elektronik) erinnert charmant an alte Kraftwerk-Sounds, spielt aber ganz zeitgenössisch mit Witz und Tricks der Neuen Musik.

Angelika Sheridan & Frank Niehusmann – STROM.

Winzige Zeitverschiebungen im musikalischen Klangraum erzeugen faszinierende Minimal-Beats und schwebende Mikro-Modulationen. Luft- und Datenströme von Bassflöte und Elektronik verdichten ihre vielfarbigen Stakkato-Töne und offenen Improvisationslinien zu frei atmenden Geräusch-Texturen.

am Samstag, 30. September 2017 / 20 Uhr

kunstort ELEVEN artspace

Schulstraße 27

Starzach-Börstingen

Anmeldung unter Tel.: +49 1520 1929499

oder

info@kunstort-eleven-artspace.net

Die längste Kunstmeile Baden-Württembergs!

Es muss ja nicht immer das beste, schönste, größte, spektakulärste Ergebnis sein: Aber ein bisschen stolz sind wir schon, dass im Neckar-Erlebnis-Tal die längste Kunstmeile Baden-Württembergs entstand.

Von Oberndorf bis Rottenburg gab es bei gutem Wetter Aktionen, Ausstellungen und offene Ateliertüren.
Auch das leibliche Wohl und Gespräche kamen nicht zu kurz.

Eröffnung im Stadtpark Wöhrd in Sulz

Zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung kamen der Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber, der Horber Bürgermeister Ralph Zimmermann, Thomas Weigel als Erster Bürgermeister von Rottenburg, die 2. Vorsitzende des Vereins Neckar-Erlebnis-Tal sowie Betriebsleiterin der Wirtschaft Tourismus Gastornomie Rottenburg, Christina Gsell, und Frank Börnard, ebenfalls 2. Vorsitzender NET und in Sulz für Tourismus, Öffentlichkeitsarbeit sowie Kultur zuständig, und etliche Gäste.

Der Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber (links) und der zweite Vorsitzende des Vereins Neckar-Erlebnis-Tal, Frank Börnard, eröffneten den Aktionstag.
Der Horber Bürgermeister Ralph Zimmermann, Frank Börnard, Richard Caspar, Bürgermeister Gerd Hieber, Erster Bürgermeister Thomas Weigel und Christina Gsell (von links nach rechts).

Im Stadtpark Wöhrd wurde getanzt, gemalt und viel über Kunst und Kultur gesprochen. „Die Atmosphäre war sehr entspannt und inspirierend. Es gab viele Begegnungen und intensive Gespräche. Damit konnten wir unser Ziel erreichen – Kunsterlebnis und Radfahren miteinander zu verbinden, Vernetzung und Öffentlichkeit zu schaffen sowie den hier Lebenden die Vielfalt der Angebote im Neckartal bewusster zu machen“, fasste Frank Börnard zusammen.

Auf großes Interesse stießen die Einreichungen aus dem KIPP art Kunstwettbewerb, die beim Aktionstag vorgestellt wurden.

Gut 200 Gäste besuchten über den Tag verteilt die Veranstaltung. „Für die Anbieter von Speis und Trank war das wenig“, bedauert Börnard. „Aber wer zu uns kam, genoss die Marktplatz-Atmosphäre sichtlich. Die Bilder und Skulpturen aus dem KIPP art Kunstwettbewerb fanden große Resonanz. Und vor allem die Kinder aus mehreren Nationen hatten ihren Spaß beim Breakdance und beim Malen.“

Die Volkstanzgruppe Sulz am Neckar lud Besucher zum Mittanzen ein.
Hauptmotiv bei der Malaktion der Jugendkunstschule KREISEL war natürlich das Fahrrad.
Die Kinder hatten viel Spaß mit Farben und Leinwand.

Rad-Gottesdienst in Horb-Mühlen

In der evangelischen Remigiuskirche in Mühlen war der Nachbau des ersten Fahrrads zu bewundern, wie Karl Drais es vor 200 Jahren erfunden hat. Der Kunstschmid Anton Armbruster aus Dießen hat es originalgetreu nachgebaut. In seiner Predigt ging Pfarrer Unz darauf ein, wie das Fahrrad entstand und wichtig das Fahrrad noch heute für die Menschen ist.

Ausstellungseröffnung DAS RAD bei co-werk

gut besucht war der Tag des Offenen Ateliers bei co-werk in Altoberndorf am Wahlsonntag und Aktionstag der Initiative Rad und Kunst vom Neckar-Erlebnistal. Ungefähr siebzig Interessierte nutzten die Gelegenheit um beim Gang zum oder vom Wahllokal die neue Sonderausstellung zum Thema Rad sich vor Ort direkt anzuschauen. Viele Besucher kamen tatsächlich mit dem Fahrrad und wollten noch mehrere Etappen des Radweges abfahren.

Jens Hogh-Binder eröffnete seine Ausstellung „DAS RAD“ am Aktionstag.

Besonders die klaren und schönen Formen, die der Bildhauer Jens Hogh-Binder in seinen Steinskulpturen zeigt, hatten es den Besuchern in der neuen Sonderausstellung DAS RAD angetan. Viele Fragen nach der Thematik, der Steinbearbeitung und verwendetem Material konnten vom Bildhauer anschaulich beantwortet werden. Für Gesprächsstoff sorgte die berühmte Radskizze des Mystikers des Schweizer Nationalheiligen Bruder Klaus, die von Hogh-Binder in Alabaster und Marmor umgesetzt wurde. Nach wie vor sorgte auch die Gesamtpräsentation der beiden Ausstellungen in den ehemaligen Hallen der Mechanischen Werkstätte für viel Bewunderung.

Miriam Holzer und Jana Klink begleiteten die Ausstellungseröffnung im co-werk musikalisch.

Am späten Vormittag startete auch das Rahmenprogramm mit Musik und Artistik, das von Miriam Holzer und Jana Klink an der Klarinette hervorragend eingeläutet wurde. Sie hatten vier Musikstücke herausgesucht, die beschwingt vorgetragen wurden optimal zum Thema Bewegung passten.

Vor dem co-werk zeigten Einrad-Artisten ihre Kunst.

Den zweiten Teil bildete dann die artistischen Einlagen der beiden jungen Akrobaten Timo und Jan Hirschmann vom Zirkus Konfetti. Im Hof war ein spannender Hindernisparcour aus Auto-Anhänger, Gerüstdielen und Paletten aufbaut, die zwischen Rampe, Treppe und Boden des Hofes ausgelegt waren. Die beiden meisterten alles mit Bravour, sowohl das Seilspringen wie auch das Hüpfen und Springen über die Hindernisse und angefeuert vom Publikum gab es auch noch einige Zugaben. Am Ende waren sich alle einig, dass die Teilnahme von co-werk am Aktionstag von Rad und Kunst ein kleines Highlight und einen Gewinn für den Standort Oberndorf darstellte. Weitere Veranstaltungen bei co-werk werden im kommenden Jahr folgen.

Weit offene Türen in Rottenburg

„Wir haben die Türen unserer Galerie des KUKA richtig weit aufgemacht“, schreibt K.N. Holder aus Rottenburg, die sich gerne am Aktionstag „Rad und Kunst“ beteilgt hat.

Viele Radfahrer in Bad Niedernau

„Wir hatten viele Radfahrer als Gäste im Atelier“, resümmiert Kirsten Stiegler vom KREATIV ATELIER Bad Niedernau. „Die Flyer zum Aktionstag ‚Rad und Kunst‘ waren sehr begehrt und alle waren überrascht vom reichhaltigen Angebot im Neckar-Erlebnis-Tal.“
„Die Veranstaltung am Sonntag war ein voller Erfolg“, freut sich Michael Eggenweiler von der Kunst- und Kulturscheune. „Ich konnte in meiner Scheune etwa 300 Besucher empfangen.“

Alltagskunst und Kohlensäure im Dorfmuseum Kulturtankstelle

Der Zauber von Hebelverschlüssen: Im Dorfmuseum Kulturtankstelle in Starzach-Börstingen wurde die Ausstellung „Alltagskunst und Kohlensäure“ mit Bildern von Helene Vincon eröffnet.

„Alltagskunst als Schatz gehoben im Katzenbachtal bei einem Spaziergang am Wasser“, so beschrieb die Vorsitzende des Fördervereins Heimat und Kultur in Börstingen e. V., Monika Laufenberg, die Bilder von Helene Vincon, die im Rahmen des Neckar-Erlebnis-Tal-Tages „Rad und Kunst“ in der „Kulturtank­stelle“ in Starzach-Börstingen gezeigt wurden.

Wie Kieselsteine lagen die Porzellanverschlüsse im Wasser und brachen die Sonnenstrahlen im Wasser. Das Licht warf im wahrsten Sinne des Wortes Streiflichter auf diese kunstvollen Objekte und damit auch auf eine vergangene Epoche, in der Mineralwasser noch in Flaschen mit Porzellanhebelverschlüssen verschlossen wurde.

Mineralquellen wurden schon in Römerzeit genutzt

Die Nutzung der Mineralwasserquellen im Schwäbischen Sauerland zwischen Bad Niedernau und Bad Imnau lässt sich bis in die Römerzeit zurück verfolgen. Aufgrund ihrer wohltuenden und heilenden Eigenschaften wurden viele Mineralwässer schon sehr früh verpackt und versendet. Von Anfang an war es jedoch problematisch, beim Versand der Wässer die „subtilen Geister“ des Wassers zu erhalten und es unverdorben zum Verbraucher zu bringen, wie Monika Laufenberg in ihren einleitenden Worten darlegte.

Jahrhundertelang wurden Steinzeugkrüge, die sogenannten Sauerschlegel, und zunächst auch Glasflaschen mit Korkstopfen verschlossen, die mit Wachs oder Pech und Bindfaden abgedichtet waren. Ende der 1870er Jahre gab es das erste Patent für einen Hebelverschluss, der mit einem weiteren Patent verbessert wurde und mit weißem Porzellankopf versehen, bis weit in die 1960er Jahre in Gebrauch blieb. Diese Hebelverschlüsse lagen nun im Katzenbach im Kurpark in Bad Niedernau, wahrscheinlich entsorgt, als man Anfang der 1970 Jahre zur Perlenflasche als Behältnis für kohlensäurehaltige Getränke überging.

Ausstellung ist bis 29. Oktober zu sehen

Helene Vincon hat diesen Schatz wahr genommen und durch ihre wässrig-luftig-leichten Gemälden der Alltäglichkeit enthoben. Jahre später dann hat sie die Bilder mehrfach ausgestellt und anlässlich einer dieser Ausstellungen kam ein junger Mann zu ihr und sagte sinngemäß: „Das war mein Schatz im Katzenbach, den Sie damals gehoben haben“, denn er hatte als Kind die Porzellanverschlüsse an einer Stelle im Bach gesammelt und auf eben jene Stelle war Helene Vincon damals gestoßen. So hat die Künstlerin den Zauber, den der kleine Junge beim Anblick der Porzellanverschlüsse im Wasser empfand, ins Bild gesetzt.

Monika Laufenberg dankte für die neue, künstlerische Sichtweise auf diese scheinbar alltäglichen Porzellanverschlüsse und ergänzte dies sei ein weiterer Aspekt im Prisma der Kohlensäuregeschichte des Schwäbischen Sauerlands.

Die Gemälde werden noch bis 29. Oktober im Dorfmuseum „Kulturtankstelle“ zu sehen sein.

Verrückte Party bei kunstortELEVENartspace

Die Künstlerinnen und Künstler haben gemeinsam mit der Eventkneipe Gasthaus Lamm eine „Mad Hatter Kunst Bier Party’“ veranstaltet. Was genau das ist? Schauen Sie selbst auf der Facebook-Seite von kunstortELEVENartspace.

Presse berichtet über Aktionstag „Rad und Kunst“

kunstortELEVENartspace und der verrückte Hutmacher

Der kunstort ELEVEN artspace lädt beim Aktionstag „Rad und Kunst“ am Sonntag, 24. September, zur Abschiedsperformance ein.

5 internationale Künstler*innen, ein Spielkartenset und schräge Hüte:
eine interdisziplinäre Performance der Artist-in-Residence-Programms des kunstort ELEVEN artspace.

Ort: Gasthaus Lamm, Rottenburger Str. 3, 72181 Börstingen am Neckar
Uhrzeit: 15 Uhr
Dauer: ca. 30 – 40 Minuten

Die aktuellen Künstlerinnen und Künstler des „kunstort ELEVEN artspace“ zeigen eine gemeinsame, letzte Performance. Inspiriert von der aussergewöhnlichen Nonsens-Teegesellschaft des Hutmachers in „Alice im Wunderland“ entwerfen Baishali Das, Helena Hartmann, Rita Rosenberg, Evelyn Wong und Joe Horejs eine Aufführung mit vielen kurzen Aktionen. Ein fiktives Kartenspiel bestimmt dabei die Reihenfolge der Darbietungen. Die Künstler aus Indien, Deutschland, Israel, Kanada und den USA verabschieden sich auf diese Weise von Börstingen und dem Oberen Neckartal, in dem sie die letzten beiden Monate kurzzeitig zu Hause waren und künstlerisch mitwirkten. Das Gasthaus Lamm wurde in dieser Zeit zu einer Art zweitem Wohnzimmer der sonst in Großstädten beheimateten jungen Kunstschaffenden. Da in einem schwäbischen Gasthaus Tee nicht zu den meist getrunkenen Getränken gehört, entschied man sich kurzerhand für den regionalen Gerstensaft als titelgebend. Und ihre neue Leibspeise Maultaschen, stehen an dem Tag ebenfalls auf der Speisekarte – diesmal auch in internationalen Varianten.

Jeder einzelne dieser „Künstlerstammtischgesellschaft“ fühlte sich anfangs am Ort selbst wie „Alice im Wunderland“. „Nichts wird mehr sein, wie es vorher war“, ist daher das Motto der sympathischen Gruppe, die in Börstingen und Umgebung sehr viele Freunde gefunden hat, welche ihnen die schwäbische Art und Küche nahegebracht haben. Die gemeinsame Performance ist eine Hommage an die Region und die Menschen, die ihnen begegnet sind.

Info:
kunstort ELEVEN artspace
Schulstraße 27, 72181 Starzach, Germany

www.kunstort-eleven-artspace.net
www.facebook.com/kunstort.eleven.artspace